Treffen mit den Ureinwohnern Kolumbiens

Heute war ein ganz besonderer Tag für uns. Nach Empfehlung einer Facebookfrage haben wir knapp 50 indigene Familien getroffen, um sie mit Lebensmittelpaketen zu unterstützen.

Zum Großteil leben sie davon viele Kilometer ins Stadtzentrum zu fahren und dort selbstgemachte Kunstwerke und Schmuck zu verkaufen. Da dort während der Ausgangssperre keine Menschen auf den Straßen unterwegs sind half ihnen diese Unterstützung sicher enorm.

Zur besseren Verständlichkeit zur Lage der indigenen Bevölkerung (Ureinwohner) in Kolumbien hier ein paar Informationen für alle Interessierten:
. – In Kolumbien gibt es mit die größte Vielfalt an Indigenen auf der Welt

  • Gemäß Zählung gibt es hier ca. 1.4 Millionen indigene Menschen (3.4% der Bevölkerung)
  • Oft Leben sie in Holzhütten mit mehreren Familien plus Hühner, Hunde und Katzen – Betten, Toiletten und sauberes Trinkwasser gibt es meist nicht
  • 70 der 102 indigenen Gemeinden in Kolumbien sind akut von der physischen und kulturellen Auslöschung bedroht
  • Regierung räumt ein, dass der Friedensvertrags zwischen der kolumbianischen Regierung und der Farc-Guerilla nicht umgesetzt und eingehalten wird und die Indigenen durch die Gewalt der Guerilla leiden müssen
  • Mehr als 1.000 Indigene wurden in den letzten fünf Jahren ermordet, weitere 1.000 aus ihren Dörfern vertrieben
  • Der Verlust von Land ist ein großes Problem, oftmals in Folge gewaltsamer Vertreibung
  • In Folge von Tagebau zur Kohleförderung sind bereits mehr als 5.000 Kinder in den vergangenen Jahren, insbesondere wegen des Mangels an sauberem Trinkwasser, gestorben

Schreibe einen Kommentar