Corona Maßnahmen wurden weiter verlängert

Natürlich möchten wir Euch auch teilhaben lassen, wie sich die Lage für Einheimische in der Krise entwickelt. Daher ein paar Infos für Euch.

Aktuell liegt die Anzahl an Corona-Fällem (laut Jonathan Hopkins Universität/Tagesschau) bei 16.936 Fällen und knapp 600 Toten. Im Vergleich liegt sie in Deutschland bei 177.842 und knapp 8.000 Toten.

Gestern wurden von Präsident Iván Duque die Maßnahmen verlängert:

– Ausgangssperre von 10 auf 11 Wochen bis zum 31. Mai
– Weiterhin darf nur jeden dritten Tag das Haus verlassen werden. Nur zum Supermarkt oder zum Arzt
– Kinder zwischen 11 und 17 Jahren dürfen weiterhin nur jeden dritten Tag und eine halbe Stunde aus dem Haus
– Menschen über 70 Jahren dürfen das Haus weiterhin gar nicht verlassen. Dies wurde bis Ende Juni verlängert und ist somit dann seit 3,5 Monaten der Fall
– Alle Einrichtungen bleiben bis zum 31. Mai geschlossen
– Das Flugverbot gilt einen weiteren Monat bis Ende Juni – Der gesundheitliche Ausnahmezustand nun bis zum 31. August

Rekordverdächtig und bewegendster Tag

Heute haben wir es geschafft Lebensmittel für 80 Pakete zu kaufen, zu schnüren und zu verteilen.

06.05.2020 – Das war mit Abstand der bewegendste Tag für uns in den 2,5 Wochen “Ayuda a Colombia – Hilf Kolumbien”.

Zum einem haben wir uns erneut mit den indigenen Familien getroffen, welche unsere Hilfe sicher mit am meisten nötig haben.

Zudem haben wir 30 Taub-Stummr-Familien kennen lernen können, welche auf Grund dessen nur wenige Möglichkeiten haben zu arbeiten. Das war ein absolut emotionales Treffen, was wir noch sehr lange mit uns nehmen werden.

Als Dank haben sie Euch in dem Video etwas zu sagen.

Weitere 60 Lebensmittel verteilt

Vorgestern haben wir weitere 60 Lebensmittelpakete verteilt und haben als Dank diese Video-Botschaft erhalten.

Hier der deutsche “Untertitel” ungefähr übersetzt:

“Von der Spende der Foundation “Ayuda a colombia” haben wir beschlossen, einige Lebensmittelpakete an die Stadt Sopetrán zu liefern. Im Namen der Stadtverwaltung danke ich der Foundation “Ayuda Colombia” für diese Lebensmittelpakete, die wir heute erhalten haben und welchebdie volle Sicherheit haben, dass sie an die Familien geliefert werden, die sie am dringendsten benötigen. Ebenso vielen Dank an Dairo, der die Verbindung zu dieser großartigen Stiftung hergestellt hat.”

#ayudaracolombia #hilfkolumbien #spenden #spendenaktion #spende #charity #helfen #helfenkannjeder #food #help #ajudar #comer #medellin #colombia #thankful #thankyou #hilfe #hilfsorganisation #humanity #foundation #social #sozial #sozialearbeit #hope #hoffnung #change #ngo

Weggabelung für “Ayuda a Colombia”

Heute, zwei Wochen nach Start der Spendenaktion und noch vier möglichen Verteilungstagen ist die wichtigste Fragestellung derzeit für uns – geht es weiter oder endet unsere Reise?


Nach Gesprächen mit anderen ehrenamtlichen Gründern von sozialen Projekten sind wir an dieser Weggabelung angelangt und müssen uns ehrlich einige Fragen beantworten:


Schaffen wir es…

  • … “Ayuda a Colombia” nachhaltig aufzubauen?
  • … den größer werdenden Aufwand zu stemmen?
  • … nach der ersten riesigen Spendenwelle und nun abnehmender Spender auf die nächste zu surfen?
  • … neue und dauerhaft Volunteers zu finden?
  • … “Ayuda a Colombia” beizubehalten, wenn die Ausgangssperre endet und wir weniger Zeit haben werden?
  • … Eine Organisationsmöglichkeit und vertrauensvolle Personen für das Projekt zu finden, damit wir uns verstärkt auf die nun wichtigen Teilbereiche zur Weiterentwicklung konzentrieren können?

…oder schaffen das nicht und freuen uns nach der Ausgabe des letzten Paketes gemeinsam mit allen Spendern und den geholfenen Familien über die großartige Unterstützung und unseren Beitrag zur Hungerbekämpfung?


Wir sind sehr gespannt, welchen der zwei Wege “Ayuda a Colombia” gehen wird und hoffen es wird noch ein sehr langer werden…

Unsere Tätigkeitsfelder

Du fragst Dich, wieso wir täglich 6-9 Stunden mit “Ayuda a Colombia” beschäftigt sind?


Hier unsere aktuell 10 Tätigkeiten im Projekt:


1) Buchhaltung
2) Öffentlichkeitsarbeit
3) Neue Spender finden / Projekt bekannter machen
4) Organisationsform entwickeln (Verein, Stiftung, o.ä)
5) Freiwillige Helfer finden und für den nächsten Tag organisieren
6) Täglich Preise & Lieferanten vergleichen für den günstigsten Einkauf
7) Einkauf der Lebensmittel
8) Pakete bündeln
9) Verteilung der Pakete
10) Foto- und Videodokumentation (nur mit Erlaubnis der Personen)

Wie Du siehst, langweilig wird uns nicht und ist für uns ehrenamtlich wie ein Vollzeit-Arbeitstag in der Heimat.

💰 ➡️ ⌨️ ➡️ 🧾 ➡️ 🛒 ➡️ 🥕🍅🌶️🍙🧂🍼🥔🥚 ➡️ 🎁 ➡️ 👨‍👩‍👧‍👧 ➡️ 😲 ➡️ 🥰☀️🎉😇😘💕👏🏽 ➡️ 📸 ➡️☑️💪🏽

Treffen mit den Ureinwohnern Kolumbiens

Heute war ein ganz besonderer Tag für uns. Nach Empfehlung einer Facebookfrage haben wir knapp 50 indigene Familien getroffen, um sie mit Lebensmittelpaketen zu unterstützen.

Zum Großteil leben sie davon viele Kilometer ins Stadtzentrum zu fahren und dort selbstgemachte Kunstwerke und Schmuck zu verkaufen. Da dort während der Ausgangssperre keine Menschen auf den Straßen unterwegs sind half ihnen diese Unterstützung sicher enorm.

Zur besseren Verständlichkeit zur Lage der indigenen Bevölkerung (Ureinwohner) in Kolumbien hier ein paar Informationen für alle Interessierten:
. – In Kolumbien gibt es mit die größte Vielfalt an Indigenen auf der Welt

  • Gemäß Zählung gibt es hier ca. 1.4 Millionen indigene Menschen (3.4% der Bevölkerung)
  • Oft Leben sie in Holzhütten mit mehreren Familien plus Hühner, Hunde und Katzen – Betten, Toiletten und sauberes Trinkwasser gibt es meist nicht
  • 70 der 102 indigenen Gemeinden in Kolumbien sind akut von der physischen und kulturellen Auslöschung bedroht
  • Regierung räumt ein, dass der Friedensvertrags zwischen der kolumbianischen Regierung und der Farc-Guerilla nicht umgesetzt und eingehalten wird und die Indigenen durch die Gewalt der Guerilla leiden müssen
  • Mehr als 1.000 Indigene wurden in den letzten fünf Jahren ermordet, weitere 1.000 aus ihren Dörfern vertrieben
  • Der Verlust von Land ist ein großes Problem, oftmals in Folge gewaltsamer Vertreibung
  • In Folge von Tagebau zur Kohleförderung sind bereits mehr als 5.000 Kinder in den vergangenen Jahren, insbesondere wegen des Mangels an sauberem Trinkwasser, gestorben

Gemischte Gefühle

Heute waren wir zehn Helfer, so dass wir innerhalb von fünf Stunden für 70 Pakete eingekauft haben, sie geschnürt und verteilt haben.

Nach wie vor bleibt es ein großer Mix an Gefühlen, die es jeden Tag aufs neue für uns zu verarbeiten gilt. Freude den hilfsbedürftigen Menschen hier helfen zu können. Mitleid über die armen Lebensverhältnisse hier. Trauer wieviele rote Fahnen an den Häusern hängen und auf Straßen hunderte Meter lang geschwenkt werden. Das Gefühl als “reicher weißer Europäer” durch die Straßen zu fahren und Pakete an “arme Südamerikaner” zu verteilen.

Ein Gefühlsmix, der anstrengend für uns alle ist, auch wenn das Gefühl helfen zu können letzten Endes überwiegt.

Wir brauchen Deine Unterstützung bei unserer Office-Arbeit

Wir haben gerade einen Anruf erhalten, dass das Treffen mit den indigenen Familien verschoben werden muss. Daher legen wir heute einen Officetag ein und kümmern uns um folgende Themen: – Welche Crowdfunding-Plattformen gibt es, wo wir unser Projekt publik machen können

  • Wie können wir mehr Personen außerhalb unseres Bekanntenkreises auf das Projekt aufmerksam machen, von denen bisher 95% der Spendengelder kommen?
  • Welche Organisationsform macht für unsere Aktion Sinn? Verein, Stiftung oder andere?
  • Zu welchen NGOs können wir Kontakt aufbauen für Tips und Unterstützung?
  • Letzte Inhalte für unser Projektvideo zusammen stellen
  • Design von Logo, Aufklebern und Banner (Dank @yannick.arenz )
  • Was können wir noch verbessern?

Hiebei benötigen wir Eure Mithilfe! Habt Ihr Kontakte, Tipps oder Ideen zu diesen Punkten? Oder kannst uns mit Recherchearbeit bei unseren aktuell 8-10h Arbeit pro Tag entlasten?

Dann gerne an uns durchgeben. Über unsere Social-Media-Kanäle oder per E-Mail an ayuda.a.colombia@gmail.de

Vielen Dank vorab – gemeinsam können wir am besten wachsen und noch mehr Hilfsbedürftige unterstützen.

Wir werden immer besser

Auch heute waren wir wieder fleißig und haben weitere 30 Pakete verteilt. Da wir noch einmal deutlich günstiger einkaufen konnten haben wir diesmal auch Gemüse-Pakete gebündelt. Totzdem konnten wir einiges an Geld sparen und haben für jedes Paket nur noch weniger als 7€ gezahlt. Langsam werden wir hier immer besser in der Organisation vom Einkauf, Bündeln der Pakete und der Verteilung.

Morgen steht ein ganz besonderer Tag für uns an. Am Nachmittag treffen wir indigene Familien, um ihnen Lebensmittelpakete zu überreichen. Wir freuen uns schon sehr Ureinwohner Kolumbiens zu treffen und mit ihnen in Kontakt zu kommen.